B.A.R.F.
Biologisch Artgerechte Roh Fütterung

BARF - hmm,...was ist das denn?

BARF ist ein englisches Akronym für "Bones and Raw Food", was ins Deutsche übersetzt
so viel wie "Knochen und rohes Futter" heißt. Unter Barfen versteht man, dass das
Futter aus frischen Zutaten zusammengestellt wird und nur roh verfüttert wird.



Folgendes habe ich selbst aus dem Internet bzw. aus Fachbüchern herausgesucht.
Über die 100% Korrektheit der Aussagen übernehme ich keine Garantie.


Was ist Fertigfutter?

Fertigfutter ist Trocken- & Dosenfutter mit einem sehr geringen Fleischanteil von ca. 4% (Angaben der Hersteller durchlesen).
Hauptsächlich besteht Fertigfutter aus Getreide Rückständen aus der Zucker- Fettverarbeitung und Müllerei-industrie!

Die Zufütterung von Getreide ist bei unseren Hunden eigentlich nicht nötig,
denn in der Natur kommt es auch nur in minimalster Menge vor, daß Getreide gefressen wird.
Gemäß Studien ist Getreide sogar krebserregend für den Hund.

Die Deklaration über wieviel Rohprotein, Rohfett, Kohlenhydrate oder Feuchtigkeit in einem Fertigfutter enthalten sind,
ist wenig aussagekräftig. Die viel wichtigere Aussage wäre über die Verdaulichkeit!
Sie liegt beim Dosen- und Trockenfutter bei ca. 30%.
Frischfleischprodukte werden aber im Gegensatz zu kommerziellem Futter zu 98% verdaut!
d.h. je mehr Fleisch im Futter enthalten ist, desto weniger Kotmenge wird abgesetzt.
- je weniger Fleisch im Futter enthalten ist, desto mehr Kot wird abgesetzt.
Kommerziell hergestelltes Fertigfutter wurde nicht entworfen, um die Bedürfnisse unserer Hunde und Katzen zu decken,
sondern schlicht und einfach, um die Reste der menschlichen Nahrungsmittelindustrie gewinnbringend zu verwerten.

In Amerika, die seit 60 Jahren Fertigfutter kennen und verfüttern ist Krebs die Todesursache Nr. 1 bei Hunden.
Hiermit wird natürlich dem Trockenfutter nicht unterstellt, das er Krebs verursache!
Abgesehen von den fraglichen Inhaltsstoffen,die zweifellos in manchem Hundefutter enthalten sind,
gibt es sicher auch Hersteller, die qualitativ hochwertiges Grundmaterial verwenden.
Es ist nur schwer, bzw. unmöglich die einen von den anderen zu unterscheiden.
Es gibt keiner zu, daß er Ramsch und Abfälle aus der Lebensmittelindustrie ins Hundefutter einmischt.

Der einzige Vorteil von Fertigfutter ist: Es ist praktisch und bequem.


Was sollte man also füttern, um Krankheiten vorzubeugen?

Es gibt 3 verschiedene Verdauungstypen:
Herbivoren=Pflanzenfresser - z.B. das Pferd          Omnivoren=Allesfresser - z. B. das Schwein und der Mensch,
Carnivoren = Fleischfresser - der Hund und andere Raubtiere.

Unser Hund ist also ein Carnivor.

Der Hundemagen ist im Vergleich zu den Pflanzenfressern sehr viel größer.
Relativ zum Körpergewicht ist der Hundemagen 8 x so groß wie ein Pferdemagen.
Dafür ist der Verdauungsweg des Hundes sehr kurz! (- beim Pflanzenfresser sehr lang).

Es ist daher notwendig, den Darmbakterien Gelegenheit zu bieten, die Rohfaser aufzulösen und dem Körper zuzuführen.
Es ist dementsprechend nur logisch, daß die Nahrung des Hundes im Gegensatz zum Pflanzenfresser
um ein Vielfaches konzentrierter sein muß, weil sie nicht so lange in Magen und Darm verweilt.

Daraus ergibt sich, daß die Verdauungssäfte, welche die Nahrung im Hundemagen umwandelt,
eine größere Wirkungskraft haben müssen, als die des Pflanzenfressers.
Ein Bestandteil der Magensäure beim Hund ist die Salzsäure,
die z.B. bei einer Ziege 0,05 % und beim Hund 0,5 % beträgt, also 10 x so stark konzentriert ist.

Bei Pflanzenfressern dauert es etwa 4-5 Tage, bis die aufgenommene Nahrung vollkommen verdaut ist;
beim Hund ist der Verdauungsvorgang nach 24 Stunden beendet, wenn nur Fleisch gefüttert wurde.
Bei sogenannter Mischkost wurden bei Versuchen nach 4-7 Tagen noch Reste dieser Nahrung im Kot festgestellt.

Dies spricht einwandfrei gegen eine Fütterung mit Fertigfutter in dem viel Getreide enthalten ist.
Die Produktion von Magensäure durch die Magenschleimhaut "springt" nämlich nur an, wenn der Schlüsselreiz "Fleisch" kommt.
Kohlehydrate üben einen viel geringeren Reiz auf die Magenschleimhaut aus und damit ist klar,
daß die Salzsäureproduktion dadurch geringer wird.
Diese Menge reicht in vielen Fällen nicht aus, um Bakterien abzutöten.

Es entstehen Fehlgärungen - das Futter fault und führt häufig zu Durchfall.
Schon jetzt ist also erwiesen, daß der Organismus des Hundes auf eiweißreiche Nahrung eingestellt ist.
Der Hund ist in der Lage, große Mengen tierisches Eiweiß und Fett zu verdauen.

Wie verdaut der Hund?
Der Hund nimmt seine Nahrung sehr schnell auf, nur harte Teile, wie z.B.: Knochen werden durch Kauen zerkleinert.
Der Speichel enthält keine Verdauungsenzyme und im Maul sind keine Geschmacksknospen.
D. h. der Hund kann nicht schmecken, was er frißt, sondern nur riechen.
Der Speichel dient vor allem dazu, die Nahrung gleitfähig zu machen.
Im Magen werden Proteine aufgespaltet besonders bei Verfütterung von rohem Fleisch mit grünen Pansen (Pansenbakterien).

Der Magensaft enthält keine Enzyme, die pflanzliche Fette und Kohlenhydrate aufspalten können.
Deshalb ist der Magen für die Verdauung dieser Nahrungsbestandteile unbedeutend.
Durch den Salzsäuregehalt des Magensafts wird ein großer Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Bakterien vernichtet.
Die Verdauung von Kohlenhydraten und Fetten, was der größte Anteil des Fertigfutters ist,
findet hauptsächlich im Dünndarm statt.

Die Pflanzenzelle, die aus Zellulose besteht, kann von den Enzymen der Verdauungstraktes nicht verdaut werden.
Möglich ist das nur, wenn das Getreide z.B. erhitzt ist. Aber auch gekochtes, bzw. erhitztes Getreide (Kohlenhydrate)
wird nur zu einem geringen Teil verwertet, d. h in körpereigenes Eiweiß umgewandelt.

Der größte Teil davon wird als Körperfett ein - bzw. abgelagert.
Unsere Hunde sind bei genauer Betrachtung bereits häufig schon im Welpenalter viel zu fett.
Ein hervorragendes Diätfutter ist natürlich auch das Fleisch,
denn der Wolf oder andere Raubtiere werden durch Ihre Fleischernährung nicht fett.

Rindfleisch sollte immer roh gefüttert werden, da es keine Erkrankung gibt, die vom Rind auf den Hund übertragbar ist.

Es ist natürlich eine unsinnige Behauptung, daß Hunde durch Verfütterung von rohem Fleisch bissig bzw.bissiger werden!

Schweinefleisch sollte nicht nur auf Grund seines hohen Fettanteiles nicht an Hunde verfüttert werden,
sondern weil es zur lebensbedrohlichen Aujetzkischen Krankheit kommen kann.
Man nennt diese Erkrankung auch Pseudowut.
Es gibt keine Behandlung dagegen.
Es ist eine Virusinfektion, d.h. man kann durch kochen oder braten Bakterien oder Parasiten abtöten, aber nicht Viren.
Nur durch sehr hohe Temperaturen und hohem Druck ist es möglich, Viren zu vernichten.
Das Fleisch ist dann nicht mehr verwertbar, also braucht man es überhaupt nicht zu füttern!



Wie ernährt man einen Welpen?

Es ist immer besser, wenn die Mutter des Welpen bereits mit einer Fleischmischung mit grünen Pansen gefüttert worden ist.
Durch Verfütterung von grünen Pansen wird bei der Mutter sehr viel Milch produziert und die Milchsekretion sehr stark stimuliert.
Sie sind auch auf die Geburt körperlich wesentlich besser vorbereitet, als durch die Verfütterung von Fertigfutter.
Dieses habe ich natürlich auch bei meinen Hündinnen festgestellt!

Meine Welpen werden ab ca. der 4. Lebenswoche abwechselnd mit ganz kleine Portionen Tartar
& zerkleinerten grünen Pansen gefüttert (Fleischwolf).
Obwohl die Kleinen noch nicht alle Zähnchen haben, nehmen sie dieses Futter sehr gut & sehr gerne auf.
Der Vorteil ist, daß das Muttertier nicht so stark abgesäugt wird und die Welpen sich hervorragend entwickeln.
Nach 4 - 6 Wochen fressen sie schon Pansen, Rindfleisch (Muskelfleisch), Lamm etc. & Gemüse.
Wenn die Welpen abgesetzt werden, sind es richtige Muskelpakete.
Dabei ist folgendes zu beachten:
Welpen erhalten die gleiche Menge Fleisch auf 2 oder 3 Mahlzeiten verteilt,
wie im erwachsenen Alter entsprechend der Rassenzugehörigkeit.
Sehr gute Kalziumlieferanten sind z.B. Knochen wie Putenhälse, Hähnchenhälse etc. (niemals kochen),
pulverierte Eierschalen sind sehr gut, wenn man ungerne Knochen verfüttert.
Die Welpenkost sollte ¾ aus Rindfleisch mit Pansen bestehen und der Rest sollte Gemüse sein.
Gemüse sollte (ausser einige wenige Sorten) auch immer roh zugeführt werden - und immer puriert.

Meine Empfehlung: B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde.
Ein praktischer Ratgeber von Sabine L. Schäfer, Barbara R. Messika


Weitere Erfahrungen sind:
  1. Sie erkranken in den meisten Fällen weder an einer Magendrehung noch an zahlreichen Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetis, Leber-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen oder Kreislauferkrankungen,
    da sie nicht übergewichtig aufwachsen.
  2. die Hunde bekommen ein glänzendes schuppenfreies Haarkleid (sehr hoher Anteil ungesättigter Fettsäuren im Fleisch)
    einen natürlichen physiologischen Haarwechsel, nicht wie bisher über das gesamte Jahr ständiger Juckreiz,
    Haarausfall bis hin zu nässenden Ekzemen.
  3. Zuchthündinnen haben eine hervorragende Fruchtbarkeit und physiologische Wurfgrößen.
  4. diese Tiere zeigen eine stärkere Abwehr gegenüber Krankheiten und Parasiten
  5. diese Hunde haben saubere Zähne, starke Nägel, saubere Ohren
  6. und was für viele Hundefreunde wichtig ist: einen kleinen kompakten Kot.